header 03

DHKIT Fachtagung

Stabilisierung der seelischen Gesundheit durch HKIT® / Salutogenese in der Tanztherapie HKIT®

Fachtagung vom 16. - 19.09.2021 Kloster Malgarten in 49565 Bramsche-Malgarten

Veranstaltet von der DHKIT

 Hier kann das auführliche Programm heruntergeladen werden: Flyer Fachtagung 2021

Unsere dritte Fachtagung zum Thema Stabilisierung der seelischen Gesundheit und Salutogenese durch die Tanztherapie HKIT soll erforschen, ergründen, ertanzen, wie wir mit den Heilenden Kräften im Tanz die Gesundheit stärken können. Die Welt hat sich verändert und die Frage, wie wir unsere Gesundheit auf allen Ebenen stärken können, miteinander, aber auch jede für sich, hat vor dem Hintergrund der aktuellen Lage mit ihren vielfältigen Herausforderungen eine ganz neue Dimension gewonnen.
Welche Antworten können wir durch Tanz finden, durch das Spüren und Berühren, durch die Archetypen, mit unserem Atem? Wie kann uns unsere Stimme unterstützen, oder die Andere Wirklichkeit? Welche Botschaft schlummert in den Basics und wie können wir sie erfahrbar und bewusst machen? Und welche Bio-Dynamiken braucht es, welchen Rhythmus, welches Tempo, welchen Raum für Selbstregulation?

Es wird Beiträge in folgenden Bereichen geben:

  • Performance DD Anita Kranz Moser, Renate Barbara Balzer, Kati Ellerbrock
  • “Runder Tisch” und Workshops zum Begriff der Salutogenese und den grundlegenden Prinzipien der HKIT (Sinn-Erleben, Partizipation und Selbstbestimmung, Vertrauen in die Selbstregulation, Kompetenzerleben)
  • Die Kraft der Natur - der Ansatz des Dreamings - Elke Wagner
  • Atem und Tanz - Elke Wagner
  • Direkte heilsame Wirksamkeit von HKIT nach einem Unfall - Sylvia Borrink
  • Geliebte Beckenbodenbewegungen - Caroline Benhöfer-Buhr

Und natürlich werden Netzwerkzeit, Körperarbeit und Tanz nicht zu kurz kommen

Vergangene Fachtagungen

Fachtagung 2019 - Dreaming. Der Tanz mit der Landschaft

Ein Tagungsreader ist in Vorbereitung. Er kann voraussichtlich ab März 2020 bei der Geschäftstelle bestellt werden.

„Wenn wir in unserem modernen Leben nicht mehr alle Sinne benutzen, wie können wir dann vollständig sinnlich und sensibel fühlen – malen – tanzen –singen – leben? Alle Dinge auf der Erde sind ein Teil von uns. Die Wahrnehmung einer Landschaft legt soziale und religiöse Strukturen an. Ein Teil des Landes zu sein, zu dem du gehörst, heißt auch, mit dem Land zerstört werden.“ Gabriele Fischer, Begründerin HKIT®

„Der Tanz öffnet nicht nur die Tür zu uns selbst, in unseren Körper, er öffnet auch die Tür zur anderen Wirklichkeit und bringt uns in Kontakt mit dem, was über uns hinausweist. Wir tanzen hinein in die Geschichte unseres Körpers, in die Geschichtetheit der Landschaft, in die Dreamtime, wie es die Aborigines nennen.“ Elke Wagner, Institutsleitung HKIT®

 

Liebe Interessierte,

sei es das japanische Waldbaden, die Einsichten eines Försters aus dem Pfälzer Wald

oder wildnispädagogische Angebote: seit ein paar Jahren gibt es zunehmend Forschungen und Literatur

über die Heilkräfte der Natur und des Waldes. Die Erkenntnis, dass es gut und auch heilsam ist,

in der Natur zu sein und sich vor allem bewusst mit ihr zu beschäftigen,

dringt in immer weitere Kreise unserer modernen Gesellschaft.

 

Daher möchten wir, der Berufsverband DHKIT, Sie herzlich zu unserer

Fachtagung „Dreaming“ vom 20.- 22.09.2019 in Darmstadt einladen,

um Ihnen Einblicke in die Facetten dieser besonderen Arbeit mit sich und der Natur zu geben.

 

Dreaming ist inspiriert von der Kultur der australischen Ureinwohner und der sog. Traumzeit,

in der Mensch und Natur im Einklang miteinander leben. Dieses Modell haben Gabriele Fischer und Elke Wagner

adaptiert und über Jahrzehnte entwickelt und ausgearbeitet. So ist zugleich zu Tanzpädagogik und -therapie HKIT®

auch eine naturtherapeutische und-pädagogische Methode entstanden, die viele wertvolle Ressourcen

zur Aufarbeitung von Erkrankungen und Traumata beinhaltet.

In Vorträgen und Workshops wollen wir die Dreaming-Arbeit theoretisch und praktisch vertiefen.

 

Zielgruppen:

PädagogInnen, PsychologInnen, HeilpraktikerInnen, ErzieherInnen, Tanz- und BewegungspädagogInnen und

-therapeutInnen, Alternative Heilmethoden, Natur- und ErlebnispädagogInnen und

-therapeutInnen, WildnispädagogInnen, und alle, die es interessiert.

 

Das genaue Programm hier - Tagungsort: Wohnprojekt Agora in Darmstadt

Bei offenen Fragen, Anmeldung und Unterkunft sind Ansprechpartnerinnen:

Sabine Rippe: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / Tel: 0173/6088014

Liane Schuckar: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!/ Tel:06151/1548383 oder 0176/23952497

 

Karte fachtagung 2019

DREAMING - Tanz mit der Landschaft

Der Tanz mit der Landschaft - Dreaming. Fachtagung in Darmstadt, September 2019

Dreaming, der Tanz mit der Landschaft, ist eine tanz- und zugleich naturtherapeutische Methode, mit der Landschaft in einen dialogischen Austausch zu kommen. Die eigene Körperlichkeit, Wahrnehmungen, Bewegungen wie Gehen und Betasten, Atmen, Tönen und Tanzen bringen in eine tiefe, unmittelbar sinnliche Verbindung mit der Natur und ihrem prozesshaften Wesen sich abwechselnder Zyklen und Rhythmen. Auch die Entstehung der Landschaft kann gegenwärtig werden im Tanz mit ihrem Relief und ihren Schichten. Erdgeschichte, wie Eiszeiten oder Kontinentaldrift, wird im eigenen Körper erlebbar und vermittelt den tiefen Rhythmus des Ortes und der Evolution.

Inspiriert ist Dreaming von den australischen Ureinwohnern, die auf eine fast 100.000 Jahre alte ununterbrochene Kunst- und Kulturtradition zurückblicken können. Die zentrale Aufgabe des Menschen im Weltbild der Aborigines ist das Hüten und Beschützen der Traumzeit und der einzelnen Dreamings, welche sich in Mythen und Gesängen, Tänzen und Bemalungen als Geschichten, Symbole, Melodien, Rhythmen und Tänze ausgestalten. Zudem sind die einzelnen Dreamings an konkrete Orte in der Landschaft gebunden und dadurch lokal als Wirklichkeit erfahrbar. In der europäischen Kulturtradition finden sich in Märchen und Sagen noch Überbleibsel eines ähnlichen Weltbildes, z.B. die Lokalisation der Holle-Mythologie auf dem Hohen Meißner oder die Rübezahl-Sage im Riesengebirge. Im Gegensatz dazu wird in unserer modernen Kultur der Mensch nicht als Bewahrer, sondern als Herrscher über die Natur betrachtet, Natur als „Rohstoff“, nicht als Partner. Zudem sind durch die Industrialisierung die Landschaften, in denen wir heute leben, stark überbaut und durch Trassen zerschnitten, Flüsse begradigt, Wälder gerodet und Tiere verdrängt worden.

In der Verbindung mit der Natur, der konkreten Landschaft, in der ein Mensch aufwächst und lebt, werden nicht nur soziale Strukturen angelegt, sondern auch das Gefühl für die eigene Identität und Verortung im Hier und Jetzt. Isolation, Selbstentfremdung, Leben gegen den eigenen Rhythmus, mangelnder oder kein familiärer Halt sind die Kehrseiten unseres technischen Fortschrittes und spiegeln die Zerstörung der Natur im Menschen. Hier kann Dreaming entgegenwirken, indem über den Tanz mit der Landschaft neue und alte Verbindungslinien spürbar werden, die weit über die eigene Persönlichkeit hinausweisen. Im Tanz mit der Landschaft können wir uns in den großen Zyklen der Natur ebenso wiederfinden, wie in kleinsten Strukturen, einer Wurzel oder einem Stückchen Rinde. Aus dieser Hinwendung lassen sich neuer Halt, Verwurzelung, Zuversicht und Sinngebung schöpfen.